Mein Name Akim

Sa 14.11., 21:00Mit anderen Augen
- Regie
- Aleksandr Kim
- Land
- Deutschland
- Laufzeit
- 30 Min.
Akim, ein trans Mann und politischer Geflüchteter, kämpft in einer Erstaufnahmeeinrichtung mit bürokratischen und sozialen Barrieren. Sein Wunsch, Deutsch zu lernen, wird ihm verwehrt, da Sprachkurse nur anerkannten Geflüchteten offenstehen. Weil er die Sprache um sich herum nicht versteht, erreicht ihn das Deutsche nur als unverständlicher Strom von Lauten – wie reines Kauderwelsch.
Aus Angst vor Diskriminierung hält Akim seine trans Identität vor seinen Mitbewohnern und den anderen Menschen in der Unterkunft geheim. In die Waschküche abgeschoben, lebt er zunehmend in einer Welt der Stille und Isolation – bis der junge Kamil und eine Praktikantin langsam beginnen, diese Einsamkeit zu durchbrechen.
Die Geschichte basiert auf den persönlichen Erfahrungen des Regisseurs und Drehbuchautors Aleksandr Kim.

Aleksandr Kim
Aleksandr Kim wurde 1983 in Bischkek, Kirgisistan, geboren und hat koreanische Wurzeln. Bereits während seiner Schulzeit entdeckte er durch eine lokale Theatergruppe seine Leidenschaft für das Geschichtenerzählen und die darstellenden Künste. Nach seinem Schulabschluss 2001 studierte er Rechtswissenschaften an der Staatlichen Universität Bischkek und schloss das Studium 2006 ab.
2004 gründete er die erste LGBTQ+-Organisation Zentralasiens, für die er bis 2015 als Jurist und Projektkoordinator tätig war. 2008 arbeitete er als Drehbuchautor und Fernsehmoderator, musste diese Tätigkeit jedoch aufgrund seiner trans Identität aufgeben. Nach Stationen als Regisseur und Schauspieler am Gala Theatre „Creative Workshop“ in Bischkek begann er 2016 ein Regiestudium an der Filmhochschule VGIK in Moskau. Auch dieses Studium musste er nach einigen Semestern aufgrund seiner trans Identität verlassen.
2019 floh Aleksandr Kim nach Deutschland und beantragte politisches Asyl. Seit 2021 studiert er Filmregie an der ifs internationale filmschule köln. Sein Film My Name Akim verarbeitet Erfahrungen, die eng mit seiner eigenen Lebensgeschichte verbunden sind.