Politische Filme / künstlerische Visionen 1.11., 18 und 21 Uhr
Der Kurzfilmblock um 18 Uhr gibt tiefe Einblicke in die Zukunftsängste und Sorgen junger Filmkünstler. Corona, künstliche Intelligenz, wachsende Intoleranz, Sexismus, die Wiederkehr des Krieges und die bedrohliche Macht neuer Technologien. Viele der RegisseurInnen werden anwesend sein.
| Swan Lake | Stella Traub | Germany | 05:32 |
| The Rift | Martin von Sost | Germany | 07:40 |
| Our circle in the storm | Ray Jacobs | United Kingdom | 10:00 |
| Amusement Park | Egidio Prudenzano | Italy | 04:00 |
| 2045 Creators | Richard Hollerung | Germany | 11:04 |
| Captured | Knut Kuhles | Germany | 17:11 |
| Saarvocado | Victor Orozco Ramirez | Germany / Mexico | 08:00 |
| The Beneath | Lisette Vlassak | 15:00 | |
| No | Ahmed Alameldeen | Italy | 01:00 |
| Building Bridges | Filipe Caeiro | Germany | 08:30 |
Das Abendprogramm um 21 Uhr beginnt mit dem Kurzfilm "Zero Gravity" von Diego Stavitzki aus Italien. Danach kommt der neue Film von Adrian Schwartz in Anwesenheit des Regisseurs. "Wir gehen Alle nach Oben".
Statement des Regisseurs Adrian Schwartz
Bereits heute verschwimmen die Grenzen zwischen digitaler und irdischer Lebensrealität. Die Tech-Konzerne ermöglichen uns ein virtuelles Dasein. Reale Gefühle werden mit den Mitteln des Digitalen verklärt. Virtuelle Profile sind längst gesellschaftsrelevant. Sprachassistenz und autonome Fahrzeuge weisen den Weg in die Zukunft. Wir stehen vor der Herausforderung eines aufgeklärten Umgangs mit den Möglichkeiten der Technologie und mit den Entscheidungen, die wir an sie delegieren. Der Protagonist Charlie steckt in einem allzu menschlichen Dilemma und verspürt die Verlockungen der Technologie. Doch es ist nicht die Revolution des Minduploading, die unser Hauptaugenmerk verdient. Es sind die Menschen, die Zweifelnden. An was glauben sie, wenn nicht an die Heilsversprechen der Technologie? Wie werden wir uns verhalten, wenn wir noch mächtigere, technologische Werkzeuge entwickeln? Wünschen wir uns nicht auch heute, wir könnten alles radikal neu gestalten? Und wenn wir die Möglichkeit hätten, würden wir dann alles aufgeben? „We All Go Up“ untersucht, was es bedeutet, im Angesicht allmächtiger Technologien Mensch zu sein.




